Kapstadt und die letzten Tage

January 1, 2018

Schon wieder ist eine ereignisreiche Woche rum und langsam aber sicher neigt sich unser Südafrika Abenteuer dem Ende zu. Zuerst aber von vorne. Weihnachten verbrachten wir das erste Mal nicht zuhause bei der Familie, nur wir zwei in einem fremden Land weit weg von der Heimat. Leider kam Weihnachtsstimmung hier in Mossel Bay nicht so auf wie wir es erwartet hatten, trotzdem war es aber schön mal 4 Tage am Stück ausruhen zu können. 

 

Cape Agulhas

Am Stephanstag ging die Reise weiter Richtung Kapstadt. Unser Ziel hiess, ziemlich simpel, Strand. Nein nicht der Strand zum Baden, Sonnen, Surfen etc. sondern gemeint ist der Ort Strand vor Kapstadt. Auf dem Weg dahin machten wir noch einen Abstecher nach Cape Agulhas. Das besondere an diesem Ort, hier befindet sich der südlichste Punkt von ganz Afrika. Der wärmere indische Ozean trifft hier auf den kühleren atlantischen Ozean.

 

Strand

Strand ist eigentlich nicht besonders sehenswert. Wir haben aber gehört, dass man unweit von hier im Ort Betty's Bay hervorragend die einzigartigen Brillenpinguine, sie sind die einzigen heute noch in freier Wildbahn lebenden Pinguine Südafrikas, beobachten kann. Die Pinguine sind sehr niedlich anzuschauen, vor allem die Jungen mit ihrem flauschigen Gefieder. 

 

Betty's Bay

Die Strecke von Strand nach Betty's Bay und zurück war einfach traumhaft. Die ganze Strecke fährt man der Küste entlang und geniesst dabei einen herrlichen Ausblick auf das weite offene Meer hinaus, sowie bei klarer Sicht rüber zum Kap der guten Hoffnung. Unterwegs begegneten wir einmal mehr Baboons, welche die Strasse überquerten. Auf dem Rückweg legten wir einen Stopp an einem herrlichen Strand ein. Zwar war der Wind ziemlich stark, dafür waren wir fast die einzigen am Strand. Beim Strandspaziergang sahen wir ein magisches Naturschauspiel. Denn die Wolkendecke legte sich über die Berge und kroch dann ganz langsam an Ihnen hinunter und lösten sich danach auf. 

Kapstadt

Für den nächsten Tag haben wir uns viel vorgenommen. Deshalb haben wir gleich früh morgens aus gecheckt und uns auf die Socken gemacht. Wir haben so eine Art Peninsula Day Tour in Cape Town und Umgebung zusammengeschustert. Start war im Stadtteil Sea Point.

 

 

Der Küste entlang mit dem Meer auf der rechten Seite und den 12 Aposteln auf der linken Seite fuhren wir nach Hout Bay. In Hout Bay hat man die Möglichkeit mit einem Boot nach Seal Island zu fahren und eine Seehunde Kolonie beim Sonnenbaden zu beobachten. Einige Seehunde tummelten sich bereits im Hafen von Hout Bay und wir waren richtig gespannt. Vor Seal Island konnten wir die Seehunde zwar nur gerade 10 Minuten beobachten, doch das war es wert!

 

Weiter ging es auf dem legendären Streckenabschnitt, dem Chapman's Peak, nach Simons Town. Auf dem Chapman's Peak geniesst man einen fantastischen Ausblick auf die Buchten und Strände, einige Stopps für Fotos und Videos waren daher Pflicht. 

 

 

Simons Town fanden wir sehr schön, sehr viele Bauwerke aus der Kolonialzeit säumten die Strasse. Zudem befindet sich in Simons Town der berühmte Boulders Beach, bekannt für die Brillenpinguine welche da leben. Leider mussten wir Simons Town komplett unbesichtigt zurücklassen, denn die Besuchermassen während der Highseason machte sich hier spürbar bemerkbar. Also fuhren wir weiter zum Kap der guten Hoffnung, welches zum Table Mountain National Park gehört. Auch hier trafen wir während der Fahrt auf Baboons auf der Strasse, es ist immer noch sehr lustig und aufregend diesen drolligen Tieren zuzuschauen. Kurze Zeit später jedoch fanden unsere Glücksgefühle ein jähes Ende. Stau, nichts ging mehr. Leider sah man nicht um die Kurven und wir konnten nicht abschätzen wieso es sich zurück staut und wie lange der Stau wohl gehen wird. Über eine Stunde lang ging es im 30 Sekunden Takt ein paar Meter vorwärts bis wir dann endlich sahen weshalb. Es war die Autokolonne vor dem Eingang zum Kap der guten Hoffnung... Was sollten wir machen? Warten? Umdrehen? Eigentlich wollten wir unbedingt zum Kap und wir machten es auch. Also nochmals fast eine Stunde in der Warteschlange. Dann endlich hatten wir es geschafft. Wir waren drin, fuhren über eine schöne Landschaft dem Kap entgegen bis wir wieder Schlange stehen mussten. Die Parkplätze waren voll und alle Neuankömmlinge mussten warten bis es wieder Platz gab. Es dauerte nochmals 30 Minuten. Geduld ist einmal mehr gefragt. Dafür entschädigte der Ausblick vom Leuchtturm die ganzen Strapazen und natürlich durfte auch das obligatorische Foto vom Cape of good hope nicht fehlen. 

 

Die letzten Tage in Kapstadt verbringen wir im Observatory Backpackers. Da wir für den 3. letzten Tag noch unser Auto hatten, fuhren wir am nächsten Morgen früh los zum Table Mountain. Der Plan war früh da zu sein um den grossen Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. Doch anscheinend waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee, denn der Parkplatz war voll und die Zufahrtstrasse wurde geschlossen. Wir fanden etwa 100 Meter weiter am Strassenrand eine Parkgelegenheit und liefen die rund 1.5 Kilometer hoch zur Talstation. Wie wir es erwartet hatten, standen die Leute schon kilometerlang Schlange und wir hatten noch nicht einmal Tickets. Zum Glück gab es da WiFi und wir buchten die Tickets kurzerhand online. Eigentlich macht man das nicht, aber wir wechselten auffällig unauffällig die Schlange und plötzlich standen wir fast zuvorderst. Nun warteten wir noch etwa 45 Minuten bis wir in die Gondel steigen konnten (die ganze Anlage wurde übrigens von zwei Schweizer Firmen gefertigt). Wir erwischten einen perfekten Tag. Es war sonnig, die Sicht von oben nach unten war klar und es war fast windstill. Die Aussicht war ein Traum. Wir wanderten ein wenig auf dem weitläufigem Berg herum bis wir dann wieder den Abstieg in Angriff nahmen. 

 

Am zweitletzten Tag haben wir vorgenommen die V&A Waterfront zu besichtigen. Leider hatten wir jetzt kein Auto mehr und Obs liegt etwas ausserhalb des Civic Centers. Wir nahmen deshalb den Zug bis Civic Center und zahlten ganze 7.50 R pro Person. Anschliessend nahmen wir den MyCiti Bus bis zur Waterfront. Wirklich cool fanden wir den Foodmarket auf dem Gelände und die Shopping Mal ist einfach riesig. Zudem kann man hier auch Tickets für die Überfahrt nach Robben Island, die Insel wo Nelson Mandela jahrelang eingesperrt wurde, ersteigern. Doch wie soll es auch anders sein während der High Season, natürlich waren schon alle Tickets bis zu einer Woche im Voraus ausgebucht. Der Bummel durch die Waterfront war aber insgesamt sehr gemütlich. Zurück wollten wir wieder den Zug nehmen, doch leider fuhr der Zug nach Obs nur noch sehr selten und wir hätten fast über 1.5 Stunden warten müssen. Die einzige günstige alternative bildete daher das Sammeltaxi. Sammeltaxis haben keinen festen Fahrplan und fahren immer dann, wenn es voll ist. Wir waren mit Abstand die einzigen Weissen, welche dieses Verkehrsmittel in Anspruch nahmen und das fiel wohl auch den Einheimischen auf, denn irgendwie belächelten uns alle im Bus. Gekostet hat das ganze 7.50 R pro Person. Eigentlich war es gar nicht so schlimm wie man so liest und hört. Die Mitfahrer waren alle ganz nett und halfen uns. 

 

Am Abend haben wir mit unseren Freunden Lisa und Niko abgemacht und gingen auswärts essen. So gehen die Tage nun zu Ende und wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr! Das nächste mal berichten wir dann von Sri Lanka. 

 

 

 

 

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