Chiang Mai, Pai und Bangkok

April 17, 2018

Wir sind wieder in Thailand unterwegs. Diesmal nicht im Süden auf den Inseln, sondern ganz oben im Norden. Unter Norden stellen sich wahrscheinlich die meisten Menschen ein raues Klima und kalte Temperaturen vor, aber im Norden von Thailand trifft das überhaupt nicht zu. Im Gegenteil, im Moment ist es richtig heiss mit Temperaturen bis zu 38 Grad und viel Sonnenschein. Aber was macht man denn eigentlich hier in dieser Gegend ausser schwitzen? Wir hatten so einiges auf dem Plan:

 

  • einen Thai-Kochkurs belegen

  • den Elephant Nature Park besuchen

  • einen Ausflug nach Pai machen

  • ein paar von den über 300 Tempeln in Chiang Mai besichtigen

  • und natürlich Chiang Mai selbst, die zweitgrösste Stadt Thailands erkunden

 

Mit dem Bus fuhren wir über Chiang Rai nach Chiang Mai. Unsere Unterkunft für die nächsten paar Tage heisst Stay Wow. Ein zweckmässig eingerichtetes Zimmer mit Gemeinschaftsbad. Bevor wir am nächsten Tag gleich loslegten mit unserem straffen Programm, gönnten wir uns zur Abwechslung auch mal Luxus. Im Internet haben wir von einem deutschen Restaurant, dem Chiang Mai Breakfast World gelesen, welches vor allem für das ausgezeichnete Frühstück bekannt ist. Wir bestellten das Backpacker-Frühstück, wobei dieses Frühstück eigentlich so ganz und gar nichts mit Backpacking am Hut hatte. Es wurde uns einen grossen Teller gespickt mit Käse, verschiedenen Fleisch-und Wurstwaren, frische Salate und frisches Gemüse serviert. Dazu Croissants, Brot, Butter und Konfitüre, Müsli und frische Früchte, einen Pot Tee und je ein Fruchtsaft. Dieses Frühstück war zwar nicht ganz günstig, aber sehr lecker und eine willkommene Abwechslung.

 

 

Gleich darauf fingen wir an die nächsten Tage zu planen. Wir buchten einen Thai-Kochkurs bei Sammy's Organic Thai Cooking School. Angeblich die beste Adresse in ganz Chiang Mai. Anschliessend suchten wir das Informationszentrum für den Elephant Nature Park auf um uns für eine Tour einzuschreiben. Zum Elephant Nature Park sollte man wissen, das die meisten Touren im Park selber lange im Voraus ausgebucht sind. Wenn man, so wie wir, einfach mal spontan vorbeischaut, dann besteht vielleicht die Möglichkeit an einem Saddle-Off Programm teilzunehmen. Darauf kommen wir aber später nochmals zurück. Um der brütenden Hitze am Nachmittag etwas aus dem Weggehen zu können, spielten wir im Zimmer eine runde Monopoly. Am späteren Nachmittag besuchten wir dann einen der vielen wunderschönen Tempel. Der Wat Chedi Luang liegt so ziemlich in der Mitte der Stadtmauern. Man zahlt 40 THB Eintritt und viele  chinesische Touristen tummeln sich auf dem Gelände, trotzdem lohnt es sich diesem Tempel einen Besuch abzustatten. Mit unseren Leihfahrrädern fuhren wir noch ein bisschen planlos durch die Gassen und sahen weitere viele schöne vergoldete und verschnörkelte Tempel. Für das Abendessen fanden wir das Blue Noodle Soup Restaurant. Man wählt eine Suppe mit Gemüse aus und entscheidet sich dann zwischen drei verschiedenen Nudelvarianten und zwischen Rind- oder Schweinefleisch und oder Fleischbällchen. Diese Nudelsuppe schmeckte ausgezeichnet. Geschmacklich erinnert es ein wenig an Phò Bò aus Vietnam.

 

 

 

 

 

 

 

Früh morgens wurden wir von Sammy´s Organic Thai Cooking School abgeholt. Auf dem Weg zum Lebensmittelmarkt wurden noch ein paar weitere Teilnehmer aufgeladen, bis die Cooking Class schlussendlich vollständig war. Sammy erwartete uns vor dem Lebensmittelmarkt und stellte sich uns vor. Er erklärte uns kurz die wichtigsten Zutaten der Thai-Gerichte und wo man diese kauft. Anschliessend fuhren alle zusammen zu Sammy´s Farm. Jeder Teilnehmer bekam einen Zettel ausgehändigt, wo er die Gerichte ankreuzen konnte, welche gerne gekocht werden möchten. Wir entschieden uns für folgende Gerichte:

 

Lucile: Green Curry, Coconut Chicken Soup, Stir Fried Noodles with Cashew Nuts, Papaya Salad, Mango Sticky Rice

Remo: Yellow Curry, Coconut Chicken Soup, Padthai, Springrolls, Banana Coconut Milk

 

Sammy gab kurz eine Einführung und dann legten alle los mit dem Mörsern der Zutaten. Mindestens 10 Minuten, bis es eine schöne und gut duftende Paste gab. Weiter ging es mit dem aufkochen der Kokosmilch und der Vermengung der Paste, dem Gemüse und dem Fleisch. Das fertige Curry legten wir auf die Seite und bereiteten alles vor für die Coconut Chicken Soup. Wieder hiess es Kokosmilch aufkochen, Gewürze, Fleisch und Gemüse rein, fertig. Etwas abkühlen lassen und währenddessen die beiden Hauptgerichte kochen. Endlich durften wir unsere selbst gekochten Werke auch probieren und sie schmeckten gut, sehr gut! Bevor es mit dem zweiten Teil weiterging, war erstmal chillen angesagt. Ein kleines Nickerchen in den Hängematten auf Sammy's Farm war jetzt genau das richtige. Nun ging es weiter mit dem Papaya Salad, den Thai Springrolls, dem Mango Sticky Rice und der Banana Coconut Milk. Diese Gerichte waren nun nicht mehr wirklich sehr anspruchsvoll, sie schmeckten aber trotzdem alle genauso gut. Zum Schluss bekam noch jeder Teilnehmer ein kleines Kochbuch mit typischen Thai Gerichten ausgehändigt. Wir freuen uns bereits jetzt schon diese Gerichte zuhause zu kochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Etwa wieder um die gleiche Zeit wie am vorherigen Tag wurden wir dieses Mal von einem Mini Van des Nature Elephant Parks abgeholt. Drei weitere Teilnehmer sassen bereits im Bus und somit war die Truppe auch schon komplett. Wir fuhren ca. 1 Stunde aus Chiang Mai raus in den Dschungel. Wie bereits erwähnt, findet diese Tour nicht auf dem Gelände des Elephant Nature Park statt, sondern auf dem Gelände einer Art Partner-Institution. Übrigens, der Elephant Nature Park, der erste seiner Art, wurde von einer Frau namens Lek im Jahre 1995 gegründet. Sie war es Leid mit anzusehen, wie diese Tiere geschlagen, misshandelt und missbraucht wurden. Lek kaufte mit der Unterstützung eines Investors Land und anschliessend kaufte sie den "Besitzern" die kranken und geschwächten Elefanten ab. Sie möchte so den Elefanten ein besseres und weniger Leidvolles Leben ermöglichen. Seit der Gründung pflegt sie und ihre Mitarbeiter nun über 300 Elefanten. Zudem bietet der Park auch ein Zuhause für 300 Hunde und Katzen und für etwa 100 Büffel. Somit sollte man den Eintritt mehr als Spende betrachten, denn nur so ist einerseits das Überleben der Tiere gesichert und andererseits kann Lek wiederum neues Land für noch mehr hilfebedürftige Elefanten kaufen. In Chiang Mai gibt es sehr viele Anbieter dieser Touren, doch bei den meisten steht leider der Profit und nicht das Wohlergehen der Tiere im Vordergrund. Im Vergleich mit anderen Anbietern haben wir im Elephant Nature Park deutlich mehr gezahlt, doch wie gesagt betrachten wir es mehr als Spende und das war es uns wert. Nun aber zurück zu unserer Begegnung mit den Elefanten. Wir, Priscilla und Fernando aus Brasilien und Susi aus England erhielten eine traditionelle Kleidung der Karen zum überstreifen. Danach mussten wir 3 grosse Körbe füllen mit gehacktem Bambus, Bananen und Mais. Das benötigten wir für die Fütterung der Elefanten. Dann war es soweit, aus dem Dickicht trampelten die Elefanten daher. Es waren ein Elefantenbulle, vier Mütter und ein Junges. Was für ein Anblick und so nah. Am Anfang waren wir noch ein wenig zögerlich, hatten wir doch noch nie Elefanten gefüttert. Doch mit der Zeit gewannen wir das Vertrauen immer mehr und es machte richtig Spass. Nach der Fütterung stand ein kleiner Walk mit den Elefanten durch den Dschungel auf dem Programm. Jeder von uns packte eine Tasche voll mit Bananen, die dann während dem Walk verfüttert wurden. Es war einfach unglaublich und diese Ruhe welche von den Dickhäutern ausgeht ist unbeschreiblich. Die Elefanten durften wir auch anfassen, obwohl die Haut beim betrachten weich und runzlig aussieht, fühlte sie sich sehr straff und rau an. Nach dem Walk wurden wir gefüttert. Es gab ein kleines Buffet mit vegetarischen Speisen und Früchten zum Dessert. Nach der Mittagspause ging es zum Baden der Elefanten. So wie es aussah, hatten diese nur nicht so Lust auf ein erfrischendes Bad, aber das verwunderte auch nicht gross, denn es fing an zu regnen. Stattdessen waren sie lieber beschäftigt, mit dem runterreissen von Ästen und Blättern der Bäume. Naja nach dem kurzen Badespass gingen wir wieder zurück zur Farm. Die Elefanten mussten nochmals gefüttert werden. Diesmal vermischten wir in einer Schüssel Reis mit Bananen und kleinen Stückchen von der Tamarindenfrucht und formten es anschliessend zu Tennisball grossen Kugeln. Diese Kugeln durften wir dann direkt in die Mäuler der Elefanten stecken. Obwohl Elefanten ja keine grosse und scharfe Zähne im Maul haben, hatten wir ein wenig Respekt die Kugeln da reinzulegen. Es war aber sehr lustig und wenn man den Elefanten in die Augen schaute, dann hatte man das Gefühl, als würden sie auch lachen. Gegen 15:00 Uhr endete die Tour und wir wurden zu unseren Unterkünften zurück gefahren. Nach diesem Tag waren wir einfach nur überwältigt und können unsere Gefühle kaum in Worte fassen. Wir sind überglücklich ein so tolles Erlebnis gemacht zu haben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch am selben Abend fuhren wir zu Cat Motors, denn wir haben hier für unseren bevorstehenden Ausflug nach Pai einen Scooter reserviert. Aufgrund von sehr guten Bewertungen im Internet haben wir uns für Cat Motors entschieden und können diese bestens weiterempfehlen. Gemäss ihren eigenen Prinzipien verleihen sie einen Scooter nur an Personen mit entsprechender Erfahrung aufgrund der hohen Unfallquote. Zudem sind geschlossene Helme im Preis inbegriffen. Man muss auch keinen Pass hinterlegen, stattdessen wird eine Kopie gemacht und eine Kaution von 3000 THB verlangt, welche bei Rückgabe wieder zurückerstattet wird (sofern natürlich keine Schäden am Roller entstanden sind). Es ist vielleicht noch wichtig zu wissen, dass Rollerfahrer bei einer Polizeikontrolle ohne intern. Führerschein gebüsst werden. Es ist die Rede von 500 THB. Wir fuhren jedoch in keine Kontrolle und können daher nur das gehörte weitergeben. Mit dem Scooter fuhren wir zu unserer Unterkunft zurück und gingen anschliessend etwas essen. Da wir dachten, dass es in der Dunkelheit im thailändischen Verkehr mit dem Scooter etwas gefährlich sein könnte, entschieden wir uns für die Fahrräder. Vielleicht war es Ironie, denn prompt wurde Lucile von einem Autofahrer seitlich angefahren. Sie prallte gegen ein parkiertes Auto und stürzte anschliessend auf den Asphalt. Zum Glück passierte nichts schlimmeres und Lucile kam nebst ein paar Schürfungen und Prellungen mit einem gehörigen Schrecken davon. Die Vorfreude auf den nächsten Tag verschwand augenblicklich und ein wenig Angst breitete sich verständlicherweise vor allem bei Lucile aus.

 

Wir standen wie schon die letzten Tage zeitig auf, packten unsere Day-Packs für zwei Tage und verstauten den Rest in den Backpacks. Die Backpacks konnten wir im Stay Wow zurücklassen, da wir nach Pai nochmals für zwei weitere Tage hier unterkommen werden. Los ging die Fahrt. Der anstrengendste Teil der Fahrt war mit Abstand die Fahrt aus dem dichten Verkehr von Chiang Mai. Zum Glück waren die Strassen früh am Morgen noch nicht so voll und wir kamen zügig voran. Nach einer guten halbe Stunde biegt man von der Hauptstrasse ab und fährt dann Richtung Pai. Warum wollten wir überhaupt mit dem Scooter nach Pai und nicht mit einem der vielen Mini-Vans?  Der Grund liegt auf der Hand. Die Strecke von Chiang Mai führt über 762 Kurven und durch eine wunderschöne Landschaft nach Pai. Im Mini-Van sieht man herzlich wenig davon, deshalb entschieden wir uns selbst zu fahren in unserem Tempo und mit den Stopps die wir möchten. Zurück zu der Fahrt. Bei unserem ersten Stopp vor dem letzten 7-Eleven vor Pai hielt eine Gruppe bestehend aus 5 jungen Leuten auf Scootern, welche uns bereits vorher schon mal aufgefallen ist, ebenfalls hier an. Vier haben rechtzeitig gebremst, der fünfte hatte es wohl nicht gepeilt und schlitterte in die Gruppe. Remo eilte sofort zur Hilfe genauso wie eine Gruppe einheimischer Radfahrer. Der Verunfallte hatte sich den Knöchel übel aufgeschürft. Remo rannte zurück und kramte das 1. Hilfe-Set hervor und eilte wieder zurück. Zusammen mit den Radfahrern konnten wir ihn notdürftig verarzten und warteten bis der Krankenwagen kam. Für die Gruppe war der Ausflug schon fertig, bevor es überhaupt richtig los ging... Wir setzten unsere Fahrt fort, hatten jetzt aber ein noch mulmigeres Gefühl in den Knochen wie vorher. Mit der Zeit veränderte sich die Landschaft immer mehr. Palmen wichen Nadelbäumen und manchmal hatten wir das Gefühl, wir fuhren irgendwo durch die Schweiz. Die Strassen waren fast ausnahmslos in tadellosem Zustand. Kurve um Kurve ging es zuerst hoch und danach wieder runter. Ungefähr 3 Stunden später hatten wir Pai erreicht. Unsere Unterkunft hiess Jikko Harem und hatten wir von Claudia (getroffen auf dem Slow-Boat von Laos nach Thailand) empfohlen bekommen. Wie es der Name eigentlich schon erahnen lässt, präsentiert sich dieses Hostel in orientalischem Stil. Pai ist ein kleiner, bei Touristen immer beliebterer Ort. Viele Cafés und Restaurants säumen die Strassen. Wir haben im Cafecito den besten Burrito seit Mexiko gegessen. Bemerkenswert: die Chorizo wird hier selbst hergestellt. Wir nutzten die Zeit vor allem um uns auszuruhen und wieder einmal die nächsten Schritte zu Planen. Um besser entspannen zu können, haben wir uns eine Massage für umgerechnet 6 CHF gegönnt. Ach ja, in Pai kam es zu einem Wiedertreffen einer alten Schulfreundin von Remo. Natascha reist ebenfalls schon einige Zeit in der Welt herum und so kam es, dass wir uns nach fast 15 Jahren ausgerechnet in Thailand wieder begegneten. Wir hatten tolle Gespräche, doch leider verging die Zeit wie im Flug und wir mussten bereits wieder Abschied nehmen. Nach zwei Tagen kehrten wir Pai den Rücken zu und fuhren die 762 Kurven zurück nach Chiang Mai. Was man beachten sollte: die Strecke beträgt pro Weg ungefähr 130 Kilometer und man muss mit etwas mehr als 3 Stunden Fahrzeit rechnen.

 

 

 

 

 

Auch wenn er der bekannteste und deshalb auch der touristischste Tempel in Chiang Mai ist, die Rede ist vom Wat Phrathat Doi Suthep, gehört er irgendwie zum Pflichtprogramm. Nicht nur die Tempelanlage überzeugt, sondern auch die tolle Aussicht die man über Chiang Mai hat. Oder in unserem Fall, haben sollte. Denn leider sahen wir gar nichts, die Stadt war in eine Art Nebeldecke eingehüllt. Eventuell kommt das von den vielen Abgasen in der Luft? Schade, die Tempelanlage war trotzdem beeindruckend. Am Nachmittag schmiedeten wir weiter an unseren Reiseplänen und Am Abend begaben wir uns auf den Nachtmarkt bei uns gleich um die Ecke. Wir mussten doch noch die berühmteste Suppe Chiang Mais probieren, die Khao Soi Noodle Soup. Es handelt sich dabei um eine Curry-Kokosnuss Suppe mit Nudeln und Fleisch. Das besondere daran sind die knusprigen Nudeln die über die Suppe gegeben werden. Die Suppe war ein Traum und gekostet hat sie gerade mal 50 THB.

 

 

 

 

 

Nach diesen ereignisreichen Tagen im Norden Thailands ging es nun wieder zurück zu einer alten Bekannten. Bangkok! Beim letzten Besuch haben wir uns in der Nähe des Siam Squares einquartiert, dieses Mal übernachteten wir in der Nähe des Königspalastes und der Khao San Road. Das Hostel heisst Bankgkok Bed & Bike. Das Hostel ist sehr schön und ein Pool-Billard steht gratis zur Verfügung. Jedoch würden wir das nächste Mal wieder eine Unterkunft in der Nähe zur MTR oder BTS wählen. Eigentlich hätten wir gerne die vielen Tempel und der Königspalast besucht, jedoch war es einfach zu heiss bei fast 40 Grad den ganzen Tag herum zu laufen, deshalb besuchten wir "nur" den Wat Pho, da er unmittelbar neben unserer Unterkunft liegt. Der Wat Pho (der offizielle Name lautet eigentlich Wat Phra Chettuphon Wimon Mangkhalaram Ratchaworamahawihan) beherbergt eine 42 Meter lange und 15 Meter hohe liegende Buddha Statue. Der Eintritt kostet 100 THB pro Person, dazu gibt es eine Flasche Wasser gratis und man sollte auf angemessene Kleidung achten, das heisst Knie und Schultern müssen bedeckt sein. Am selben Tag wollten wir auch zum Amulett Markt, doch aufgrund des Songkran Festes waren viele Stände leer und die echten Fundstücke waren unter den wenigen verbliebenen Ständen leider nicht dabei. Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest der Thai nach dem thailändischen Mondkalender. Ursprünglich wurden den Menschen kleine Mengen Wasser über die Hände gegossen. Das Wasser wurde vorher mit Jasmin-Blüten versetzt um es wohlriechender zu machen. Heute bespritzen und begiessen sich die Leute gegenseitig in exzessiven Wasserschlachten. Dabei spielt es keine Rolle ob Thai oder Touri. Wir fanden es im grossen ganzen eigentlich sehr lustig, jedoch erscheint es einem unverständlich wenn man am über den Tag hungernden Menschen begegnet und am Abend sieht, wie Trinkwasser aus PET-Flaschen in Wasserspritzpistolen abgefüllt wird. Was für eine Verschwendung. Zudem waren wir uns nicht ganz sicher, wo all diese Wasserspritzpistolen der Touristen landen, wenn das Fest wieder vorbei ist. Wahrscheinlich im Müll! Eine Möglichkeit der Hitze zu entfliehen sind die riesigen Malls von Bangkok. Wir besuchten das Terminal 21 und waren einmal mehr beindruckt. Die Terminal 21 Shopping Mall begeistert mit einer eindrucksvollen Architektur, welche an einen Flughafen erinnert. Jedes einzelne Stockwerk fasziniert mit einem anderen Thema. Im obersten Stockwerk findet man ein Kino mit 8 Kinosälen und ein Fitnessstudio. Gleich ein Stockwerk darunter kann man sich in einem riesigen Food Court verköstigen. Das andere grosse Shopping Center welches wir besucht haben heisst Central World und ist eine der zehn grössten Malls der Welt. Auch hier befindet sich im obersten Stock ein Kino und dieses haben wir besucht. Wir schauten den Film Rampage auf englisch mit thailändischen Untertiteln. Unsere Motivation basierte weniger auf den Inhalt, denn auf die Art wie er abgespielt wurde. Nämlich auf 4D. Das heisst, nebst der 3D Brillentechnik kommen hier noch weitere Effektelemente vor wie Luftstösse, verschiedene Düfte und Sitze die sich passend zur Filmszene bewegen. In unseren Augen ist die 4D Filmtechnik zwar noch ein wenig ausbaubar, aber insgesamt war es ganz cool  wieder einmal im Kino zu sitzen und dazu noch in Bangkok. Ganz cool war auch der Besuch auf der Rooftop Bar "Octave" auf dem 49. Stock des Mariott Hotel. Von hier oben genossen wir einen wunderbaren 360 Grad Rundumblick auf Bangkok während die Sonne langsam unterging. Zwischen 17:00 und 19:00 Uhr gibt es zudem Happy Hour auf ausgewählte Cocktails und zu den Getränken werden feine geröstete Erdnüsse serviert. Diese Rooftop Bar hat uns um einiges besser gefallen als die bekanntere Sky Bar auf dem Lebua State Tower. Nun kommt die Zeit Thailand definitiv zu verlassen. Wir haben hier sehr viele schöne Momente erlebt und die Thais begegneten uns alle immer unheimlich freundlich. Gut möglich, dass wir irgendwann wieder nach Thailand  zurückkehren werden, denn gesehen haben wir hier noch lange nicht alles. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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