Hong Kong das etwas andere China

April 25, 2018

Für 4 Tage hat es uns in die Millionen Metropole Hong Kong verschlagen. Eigentlich viel zu kurz wenn man all die Möglichkeiten bedenkt, die es hier zu machen und zu bestaunen gilt. Umso schwieriger fiel uns die Entscheidung was wir alles sehen wollten. Wir entschieden uns schlussendlich für ein paar Highlights aus den Stadtteilen Central, Kowloon und der Insel Lantau. Am ersten Tag ging es uns vor allem mal darum, einen Überblick zu verschaffen und das taten wir, in dem wir mit den alten Trams aus der Zeit der britischen Kolonie einmal von West nach Ost und wieder zurück fuhren. Eine einfache Fahrt kostet egal wohin gerade einmal 2.30 HKD und macht richtig spass. Im Gegensatz zum allgemeinen hektischen Treiben war die Fahrt total entspannt. Als wir dann doch genug herum gefahren sind, stiegen wir aus und gingen zu Fuss weiter. Nach einem kurzen Fussmarsch fanden wir uns vor dem Eingang zu der längsten Rolltreppe der Welt wieder. Der Central Escalator befördert von 6 - 10 Uhr morgens die Geschäftsleute von den Mit-Levels zum Central. Von 10 - 24 Uhr fährt die Rolltreppe in die andere Richtung. Eine fahrt dauert unglaubliche 20 Minuten. Zudem fährt man am Szenenviertel SoHo vorbei, wo wir eigentlich eine kurze Pause einlegen wollten. Als wir oben an kamen, sahen wir einen Wegweiser mit der Aufschrift "To the Peak 30 Min.". Da der Victoria Peak sowieso auf unserem Plan stand, dachten wir uns na gut, da wir ja jetzt schon da sind können wir auch gleich da hoch. Wir liefen an einer schicken Wohngegend vorbei, bis wir wieder vor einem Wegweiser mit der Aufschrift "To the Peak 30 Min." standen. Zum umkehren war es jetzt eh zu spät, also liefen wir weiter. Ab jetzt ging es richtig steil hoch, dafür wurde die Aussicht auf die Skyline von Schritt zu Schritt besser. Noch einmal begegneten wir einem Wegweiser mit derselben Aufschrift, diesmal sind es aber noch 10 Minuten und wir konnten den Peak bereits erkennen. Oben angelangt, wurden wir dafür mit einem atemberaubend schönen Ausblick auf die Skyline von Hong Kong belohnt. Für den Rückweg planten wir mit der Zahnradbahn hinunter zu fahren. Doch der Preis kostete fast gleich viel wie der Eintritt für auf die Plattform und zudem war die Warteschlange am Eingang schon ziemlich lange. Deshalb beschlossen wir den gleichen Weg zurück wieder zu Fuss zu nehmen. Der Auf- und Abstieg ist zwar anstrengend, dafür findet man hier Ruhe von Lärm und Hektik und kann die Aussicht so richtig geniessen. Mittlerweile war es schon ziemlich spät und die Mägen knurrten. Wir freuten uns schon lange, endlich wiedermal leckere Dumplings zu essen, die in Hong Kong an jeder Ecke verkauft werden. Todmüde fielen wir ins Bett und schliefen wunderbar durch bis zum nächsten Morgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag zwei in Hong Kong, diesmal ging es auf die andere Seite nach Kowloon. Die beste und günstigste Variante ist eine Fahrt mit der Fähre von Star Ferry. Wie auch in den alten Trams zahlt man für eine einfache Fahrt fast nichts. Dafür hat man auf dem Oberdeck wieder einen wunderschönen Ausblick auf die Skylines beider Seiten. Gleich um die Ecke vom Fährterminal befindet sich die Nathan Road, DIE Shopping Strasse wenn man das nötige Kleingeld besitzt. Wir besitzen es leider nicht, doch wir waren erstaunt wie sich bereits morgens um halb elf schlangen vor den Nobelboutiquen bildeten. Wie wir erfahren hatten, kommen besonders viele Chinesen vom Festland nach Hong Kong zum Shoppen, da die Preise hier anscheinend günstiger als auf dem Festland sind. Wir machten einen Bummel dem Pier entlang. Besuchten zuerst den Clocktower, ein unvergessliches Wahrzeichen für Millionen von chinesischen Immigranten, die den Bahnhof passierten, um ein neues Leben in Hong Kong oder aber auch darüber hinaus in anderen Teilen der Welt zu beginnen, wollten danach weiter zu der Avenue of Stars. Doch da war keine Avenue of Stars… Dieser wurde wohl gerade renoviert und war komplett geschlossen. Das war natürlich schade. Wir fanden dafür ein gemütliches Plätzchen direkt am Meer, wo wir einen kleinen Snack assen und uns etwas entspannten. Gestärt und ausgeruht machten wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren mit der Star Ferry zurück auf Central Island und fuhren zum ersten Mal mit der U-Bahn in Richtung Cause Way Bay, wo sich die Time Square von Hong Kong befindet und von da weiter nach Quarry Bay. In Quarry Bay befindet sich das sogenannte Monster-Building, ein gigantischer U-förmiger Wohnkomplex. Eigentlich ist dieser heruntergekommene riesige Wohnkomplex nichts Besonderes und beim Anblick möchte man sich gar nicht vorstellen, wie eng es in den einzelnen Wohneinheiten wohl sein wird. Doch gerade das macht es wohl so interessant und bietet sich auch hervorragend als Fotomotiv. Mit ein wenig Glück gelingt einem sogar ein Schnappschuss vom Monster-Building wenn gerade eines, der wirklich tief fliegenden Flugzeuge über den Wohnkomplex fliegt. Langsam brach die Nacht über Hong Kong hinein und Remo hatte eine kleine Überraschung für Lucile geplant. Heimlich hatte Remo zwei Tickets für eine Fahrt mit dem Riesenrad gekauft. Noch schöner als am Tag, sieht Hong Kong in der Nacht aus und auf dem Riesenrad, welches vergleichbar mit dem Golden-Eye in London ist, hat man wieder einen wunderbaren Rundumblick. Leider lag ein Besuch auf einer Rooftop Bar dieses Mal nicht im Budget, dafür ist Hong Kong wirklich zu teuer. Trotzdem hatten wir ein Plätzchen auf einer Dachterrasse gefunden, nämlich auf dem Dach des IFA Shopping-Centers und das beste daran, man kann hier eigene Getränke und Speisen mitbringen. Zwar ist die Sicht wohl nicht vergleichbar mit einer richtigen Rooftop Bar, aber gemütlich war es allemal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am dritten Tag stand der Besuch auf Lantau Island auf dem Plan. Auf Lantau Island befindet sich das Disney Land Hong Kong, der Flughafen und der Big Buddha, unser Ziel. Mit der U-Bahn fuhren wir auf die Insel Lantau bis zur Endstation. Dort stiegen wir aus und liefen zum Ticket Counter für die Seilbahn rauf zum Big Buddha. Alternativ kann man auch hochlaufen, doch an Bewegung mangelte es uns bisher nicht, deshalb gönnten wir uns den Luxus einer Fahrt auf der Seilbahn. Die einzigen Besucher an diesem Tag waren wir nicht, denn vor den Kassen bildetet sich wieder eine lange Warteschlange mit einer Wartezeit von fast zwei Stunden. Solange wollten wir nicht warten, deshalb haben wir uns ins gratis W-Lan eingeloggt und kurzerhand zwei Online Tickets gekauft. Viele Tickets waren bereits ausgebucht, so mussten wir etwas teurere Tickets kaufen mit welcher eine Fahrt in einer Gondel mit Glasboden inbegriffen war. Wie nützlich dieses Ticket uns noch sein würde wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mit den E-Tickets in den Händen wechselten wir rasch die Schlange. Es ging nicht lange, da wurden wir von einem älteren Herrn aus Indien angesprochen. Es entwickelten sich ganz interessante Gespräche über Gott und die Welt und die Wartezeit verging rasch. Schon aus der Ferne war der Big Buddha gut erkennbar. Man läuft zuerst durch ein Touristendorf, bis man schlussendlich vor den Treppen rauf zum Big Buddha steht. Der Big Buddha ist schön, aber noch viel schöner ist die Aussicht auf die umliegenden Inseln und die wunderschönen begrünten Hügel. Nebst dem Big Buddha gibt es hier auch noch Tempel zu besichtigen und eine Sammlung von unzähligen Buddha Figuren im Haus der 1000 Buddhas. Nachdem wir genug gesehen hatten, liefen wir zurück zur Seilbahn Station. Wieder standen viele Leute an und jetzt wurde uns bewusst, wie nützlich die Fahrt mit der Gondel mit dem Glasboden war. Wir liefen vorbei an der Schlange draussen, im Inneren warteten nochmal so viele Leute und auch an diesen liefen wir vorbei bis wir nur noch zwei Personen vor uns hatten. Wahrscheinlich hätten wir wieder 2 Stunden gewartet, hätten wir nur eine Fahrt mit der normalen Gondel gehabt. So sparte uns das viel Zeit. Wir fuhren mit der U-Bahn zurück nach Central Island und gingen ein letztes Mal Dumplings essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vierten und letzten Tag schliefen wir richtig aus, packten unsere Backpacks und frühstückten etwas Kleines. Danach ging es mit dem A11 Bus zum Flughafen. Unsere Reise geht weiter, das Ziel? Indonesien!

 

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