Viva Colombia!

August 20, 2018

Bienvenidos a Colombia! Bei der Ankunft am Flughafen in Bogotá waren wir total gespannt was uns beim Verlassen des Flughafengeländes erwarten wird. Sind die Leute freundlich? Wie sehen die Menschen hier aus?  Unterscheidet sich das Spanisch der Kolumbianer stark von dem der Mexikaner? Wie schmeckt das Essen? Wie ist die Sicherheitslage? Der Taxifahrer brachte uns zu unserem Appartement in der Nähe des historischen Viertels La Candelaria. Wir stiegen aus dem Taxi und schauten den Eingang misstrauisch an und dachten, das kann nicht sein. Keine Beschriftung, keine Klingel und die Hauswände waren voll mit Graffitis. Wir nannten dem Fahrer nochmals die Adresse und er zeigte mit dem Finger auf die Hausnummer und versicherte uns, dass dies die richtige Adresse sei. Na gut, wir bezahlten die Fahrt und der Taxifahrer fuhr davon. Ratlos standen wir vor dem Gebäude und liefen die Strasse kurz auf und ab, in der Hoffnung doch noch einen Hinweis auf das Appartement zu bekommen. Doch leider Fehlanzeige und so standen wir wieder vor der selben Hausnummer. Eine junge Frau sah wohl unsere fragenden Gesichter und kam uns zur Hilfe. Wir erklärten ihr was wir suchten und sie klopfte dann kurzerhand ein paarmal an die Türscheibe. Über unseren Köpfen öffnete sich ein Fenster und eine ältere Frau kam zum Vorschein. Tatsächlich war es die Vermieterin und sie kam herunter um die Türe aufzuschliessen. Wir stiegen hoch zum Appartement und zu unserer Verwunderung war die Unterkunft sehr schön, was man von aussen wirklich nicht erwarten würde. Wir waren froh, hatte mit der Unterkunft alles geklappt und so konnten wir nun die nächsten Tage in Bogotá planen.

 

Bogotá

Bogotá ist Kolumbiens Hauptstadt und gleichzeitig eine der am schnellsten wachsenden Metropolen Südamerikas. Für Reisende ist vor allem das Altstadt Viertel La Candelaria interessant. Von unserer Unterkunft liefen wir in etwa 20 Minuten zum berühmten Plaza Simon Bolivar, der Ort an dem die Unabhängigkeit Kolumbiens von Spanien durch Simon Bolivar ausgerufen wurde. Auf dem Weg dahin fiel uns sofort auf, wie bunt und lebhaft es hier auf den Strassen zu und her ging. Künstler, Gaukler, Verkäufer und Bettler tummelten sich auf der Strasse. Wir besuchten die «Kathedrale der unbefleckten Empfängnis», vollständig auf Spanisch ausgesprochen Sacro Santa Iglesia Catedral Primada Basílica Metropolitana de la Inmaculada Concepción de María en Bogotá. Der Plaza Simon Bolivar war während unserer ganzen Zeit hier gesperrt, denn es fand irgendein Fest statt, an dem Militärmusik aus der ganzen Welt vorspielten. So konnten wir leider kein gutes Foto von der Kathedrale und dem Platz aufnehmen. Wir spazierten die Strassen hoch und bestaunten die bunt bemalten Häuser im Kolonialstil. Wir liefen die Strassen rauf und runter, auf der Suche nach einem schönen Fotomotiv bis wir müde wurden, was sehr viel Spass machte. Es war ein schöner erster Tag in Bogotá, doch die enorme Präsenz der Polizei und der Armee an jeder Ecke hinterliess schon ein etwas unsicherer Eindruck.

 

 

 

 

 

 

Am Tag darauf beschlossen wir hoch zum Hausberg von Bogotá zu fahren, dem Monserrate. Der Ausblick auf die Stadt soll grossartig sein. Wir hatten jedoch nicht daran gedacht, dass es Sonntag war. Am Sonntag sind die Tickets günstiger als an den anderen Tagen und die Schlange vor der Kasse, hauptsächlich Einheimische, schien schon frühmorgens Kilometer lang. So liefen wir wieder zurück ins Zentrum. Wir besuchten das Museo del Oro, ein Museum dessen Besuch sehr lohnenswert sein soll. Die Menschenmassen waren nicht weniger, denn der Eintritt ist am Sonntag gratis. Trotzdem war der Besuch sehr interessant und wir sahen eine grosse Sammlung von Figuren und Schmuck der früheren Ureinwohner Kolumbiens.

 

 

 

Am letzten Tag in Bogotá versuchten wir unser Glück nochmals an der Talstation zum Monserrate und siehe da, wir mussten gerade mal knapp 10 Minuten anstehen und schon hielten wir unsere Tickets in der Hand. Am Morgen geht es mit der Zahnradbahn und am Nachmittag mit der Seilbahn hoch und runter. Wie fast alle Seilbahnen mit denen wir auf unsere Weltreise gefahren sind, stammt auch diese aus der Schweiz. Innert Minuten beförderte uns die Seilbahn auf 3'152 Meter hoch. Der Berg ist nicht nur für seine wunderbare Aussicht bekannt, sondern gilt auch als beliebte Pilgerstätte unter Gläubigen. Der Berg und die darauf erbaute Kirche wurden nach dem Montserrat-Gebirge in der Nähe von Barcelona in Spanien benannt. Den enormen Höhenunterschied bekamen wir beim Treppensteigen zum ersten Mal so richtig zu spüren, denn das Atmen fiel uns deutlich schwerer als sonst.

 

 

 

 

Medellin

Nach 4 Tagen im grösstenteils wolkenverhangenen Bogotá war es Zeit für die nächste Grossstadt in Kolumbien, Medellín (Mededschin, so wie es die Einheimischen aussprechen). Seit der TV-Serie «Narcos» ist der Name der Stadt wohl jedem einen Begriff. Denn hier wurde 1981 unter der Führung des bekanntesten Drogenschmugglers, Pablo Emilio Escobar Gaviria (auch El Patrón oder Don Pablo genannt), das Medellín-Kartell gegründet. Medellín befindet sich derzeit im Wandel. Früher vor allem bekannt für ihr Drogenkartell und die hohe Kriminalitätsrate hat sie seither eine rasante Entwicklung genommen und wurde 2012 vom Wall Street Journal zur innovativsten Stadt der Welt ernannt. Schon bei der Anfahrt auf die Stadt waren wir total überrascht. Das Stadtbild war geprägt von Hochhäusern in Mauerziegel Farbe und rundherum begrünte Berge und Hügel. Wir checkten für 4 Nächte im Cocobamboo Hostel ein, welches sich im trendigen Barrio El Poblano befindet. In den darauf folgenden Tagen starteten wir von hier jeweils einen Ausflug zur Comuna 13 und nach Guatapé.

 

In Medellín existieren insgesamt 16 Comunas (Bezirke). Eine davon ist die Comuna 13 San Javier, in welcher in den 80er und 90er Jahren lange Zeit die Kugeln zwischen der Polizei und den Drogenbanden hin und her flogen. Im Jahre 2002 wurde der Bezirk von der Regierung «gesäubert» und die Kämpfer gewaltsam vertrieben. Die Soldaten schossen auf alles was sich bewegte, alte Frauen und Kinder. Duzende Zivilisten starben, viele wurden gezielt ermordet und hunderte verschwanden spurlos. Die Bauschuttdeponie, auf der ihre Leichen vermutet werden, ist von der Comuna 13 aus auch heute noch gut zu sehen. Mittlerweile gibt es eine ganze Anzahl an Free Walking Tours durch die Comuna 13. Auf Empfehlung reservierten wir uns einen Platz für die Graffiti Tour von Zippy Tour. Auf dieser interessanten Tour wurde die bewegende Geschichte hinter den zahlreichen Kunstwerken auf der Strasse näher beleuchtet. Unser(e) Guide(in) hiess Laura und wurde in der Comuna 13 geboren und lebt noch heute mit Ihrer Familie in einem Haus hier in der Comuna. Wir fanden es unheimlich spannend, wenn auch sehr tragisch. Wir können die Tour auf jeden Fall weiterempfehlen. Dank dieser Touren profitiert auch diese Gegend vom Tourismus und schafft für viele Bewohner eine Einkommensquelle und somit eine Möglichkeit aus der Armut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tags darauf besuchten wir die Stadt Guatapé und den Felsen El Peñol in Form einer geführten Tagestour. Die Tour startete um 07:30 Uhr im Parque El Poblano, wo wir in einen Reisecar einstiegen. Auf halber Strecke wurde in einem Restaurant an der Strasse ein erster Halt gemacht und es gab ein typisches kolumbianisches Frühstück. Arepa, ein rundes Maisfladen Gebäck mit einem Käse darauf und zusammen mit einer pikanten Chillisauce schmeckte es sehr lecker. Die Fahrt ging weiter nach Marinilla. Hier erfuhren wir ein wenig über die Geschichte der Unabhängigkeitsbewegung Kolumbiens, aber auch für was die Farben Gelb, Blau und Rot auf der Flagge Kolumbiens stehen. Nämlich Gelb für die grossen Reichtümer Kolumbiens, Blau für das Meer und Rot für die Revolution und das vergossene Blut während des Unabhängigkeitskrieges gegen die spanische Kolonialherrschaft. Wenn man im Internet danach sucht, stösst man aber auch auf andere Definitionen, doch die Kolumbianer erzählen diese Version gerne und mit sehr viel Stolz.

 

Nach einer weiteren Stunde Fahrt im Car erreichten wir dann eines der Highlights auf dieser Tour, der Felsen von Guatapé oder auch El Peñol genannt. 650 Stufen wurden in den 210 Meter hohen Felsen gemeisselt. Der Eintritt kostet nochmals extra COP 18'000 (ca. CHF 6.00) pro Person, doch der Eintritt lohnt sich. Der Ausblick auf die künstlich angelegten Stauseen ist sehr schön.

 

 

 

 

Nach einer guten Stunde auf dem Felsen wurden wir wieder eingesammelt und in das 2 Kilometer entfernte Guatapé gefahren. Dort gab es dann ein für die Region Antiochien typisches Mittagessen. Wir entschieden uns für Bandeja Paisa, ein Teller mit Reis, Bohnen, Avocado, Spiegelei, Hackfleisch, Chorizo, Salat, einer Kochbanane und Chicharron. Normalerweise ist das Essen auf geführten Touren eher unspektakulär. Doch dieser Teller mit etwas von allem hat uns echt aus den Socken gehauen, vor allem die kolumbianische Variante der Chorizo. All denjenigen die sich für Reis mit Hühnchen entschieden haben, können wir nur sagen: Pech gehabt. Nach dem leckeren Mittagessen (auf Spanisch Almuerzo) liefen wir ins Städtchen von Guatapé und unser Guide erzählte uns die Geschichte hinter den bunt bemalten Zocalos, die unteren Teile der Häuserfassade. Einige der zu sehenden Malereien haben einen Bezug zu der Geschichte des Dorfes, während andere Sonnenblumen, Landschaften und alltägliche Gegenstände der Menschen abbilden, wie Dorfbusse.

 

 

 

 

 

 

 

Beide Highlights auf dieser Tour sind sehr touristisch und nicht nur bei Ausländern sehr beliebt, sondern auch bei den Einheimischen. Bei etwas mehr Zeit lohnt sich eventuell auch eine oder zwei Übernachtungen im Städtchen Guatapé.

 

Den letzten Tag in Medellín verbrachten wir gemütlich, in dem wir ein bisschen durch die vielen Parks streiften. Der Park auf dem Bild unten heisst "Parque Ilera".

 

Salento

Auf der Fahrt von Medellín nach Salento werden wir die Fahrkünste kolumbianischer Busfahrer kennenlernen. Zwar wurde im Internet bereits über die Fahrer in den Minibussen berichtet, doch die Verbindungen in den grösseren Fernbussen nach Armenia waren für uns eher ungünstig und so entschieden wir uns doch für den Minibus. Der Minibus an sich war sehr komfortabel mit genügend Beinfreiheit und WiFi. Auch der Fahrer sah sehr freundlich aus, doch schon nach den ersten paar Kilometer war schnell klar, dies wird keine gemütliche Fahrt. Der Fahrer drückte aufs Gaspedal als wäre er auf der Flucht und in den Kurven wurden wir hin und her geschleudert. Zu unserer Verwunderung gab es nicht mal Sicherheitsgurte und das obwohl wir dieses Mal sogar freiwillig bereit gewesen wären, uns anzuschnallen. Die 245 Kilometer lange Fahrt verlangte alles ab von uns und dauerte ganze 8 Stunden. Froh endlich angekommen zu sein, steuerten wir schnurstracks zum Hostal Zorzal wo wir für 3 Nächte vorgebucht hatten. Wir bekamen unser Zimmer und schliefen auch schon bald ein. Am nächsten Tag beim Frühstück kam dann die Überraschung. Wir hatten im falschen Hostel eingecheckt. In der Dunkelheit hatten wir wohl den falschen Eingang genommen und sind im Hostal Cattleya gelandet. Jetzt fragt man sich bestimmt, wie das passieren kann. Nun ja, wie gesagt es war dunkel und die Eingänge lagen unmittelbar beisammen, zudem stand der Besitzer vom Hostal Cattleya bereits vor dem Eingang und winkte die Leute hinein. Naja es war zum Glück kein grosses Ding. Wir stornierten die Buchung beim anderen Hostel und da es uns in Salento gut gefiel, verlängerten wir gerade noch um einen Tag. Salento ist ein Dorf auf ca. 1'900 Meter Höhe in der sogenannten Zona Cafetera. Viele Kaffeeproduzenten Kolumbiens sind hier ansässig. Zudem befindet sich das Valle de Cocora mit den einzigartigen Wachspalmen in unmittelbarer Nähe.  In Salento selbst gibt es einige Bars, Restaurants und viele kleine Shops mit Souvenirs und Kunsthandwerk.

 

 

 

 

 

 

Früh morgens standen wir auf und machten uns auf den Weg zu den Jeeps namens Willy, welche die Besucher für COP 4000 (ca. CHF 1.30) pro Person zum Valle de Cocora fuhren. Im Inneren der Jeeps haben je nach dem 6-8 Leute Platz, weitere 4 Personen finden Platz hinten auf dem Trittbrett so wie Remo. Zuerst etwas ungewohnt, entpuppte sich die Fahrt auf dem Trittbrett als super Erlebnis und war auch überhaupt nicht gefährlich wie es vielleicht zuerst den Anschein macht. Da wir uns vorher nicht gross schlau gemacht hatten über das Valle de Cocora, wanderten wir einfach mal darauf los. Der Weg schlängelte sich über Stock und Stein einen kleinen Bach entlang bis der Weg in einen Wald überging. Viele Male kreuzte der Weg den Bach und wir mussten über wackelige Hängebrücken oder manchmal sogar über Holzstämme die Seiten wechseln. Der Wanderweg war wunderschön und auch relativ leicht zu bewältigen. Ein weiterer Weg führte noch weiter ins Tal hinein zum Colibri House. Da dies Privatgelände ist, zahlt man einen Eintritt von COP 4'000 (ca. CHF 1.30) pro Person, dafür bekommt man ein gratis Erfrischungsgetränk und man kann aus nächster Nähe Kolibris beobachten. Nach der Verschnaufpause machten wir uns auf den Rückweg zur Kreuzung, von welcher wir dachten, dass dieser Weg zu den Wachspalmen führte. Der Weg wurde sehr steil und wir kamen mächtig ins Schwitzen. Nach einer gefühlten Ewigkeit lichtete sich der Wald immer mehr und wir kamen schlussendlich auf einer Anhöhe an. Von 1'900 Meter sind wir innert kurzer Zeit auf 2'860 Meter über Meer hochgestiegen und bei Lucile machten sich kleine Anzeichen von Höhenkrankheit in Form von leichten Kopfschmerzen und Atemlosigkeit bemerkbar. Zum Glück ging es von jetzt an nur noch runter und wir erreichten die surreal wirkenden Wachspalmen. Diese Wachspalmen können eine Höhe von bis zu 70 Metern erreichen und stehen verteilt auf den Hügeln, einfach ein unglaublich schönes Bild. Hier verweilten wir für eine Weile und genossen die schöne Aussicht und der schöne Anblick der Natur. Mit dem Jeep ging es wieder zurück nach Salento, auf der Rückfahrt kam dann auch Lucile in den Genuss des Trittbrettfahrens. Zusammen mit einem Paar aus London klammerten wir uns hinten am Jeep fest und genossen die Aussicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir waren froh, die Wanderung am Vortag gemacht zu haben, denn am darauf folgenden Tag war das Wetter nicht mehr so beständig und eher regnerisch. Trotzdem wollten wir (vor allem Remo) heute noch eine Kaffeefarm besichtigen. Wir machten uns zu Fuss auf die knapp 5 Kilometer entfernte Kaffeefarm El Ocaso. Für COP 15'000 (ca. CHF 5.00) pro Person bekamen wir eine 1.5 stündige Führung durch den Kaffee Anbau und die Verarbeitung auf der Farm. Obwohl wir eigentlich keine grossen Kaffeetrinker sind, hatte die Führung sehr viel Spass gemacht und wir hatten währenddessen auch viel gelernt. Übrigens, der beste Kaffee wird exportiert. Der Rest, also die Bohnen, welche den Qualitätsstandard für den Export nicht erfüllen, gehen in den Verkauf für die kolumbianische Bevölkerung und wird als Tinto angeboten.

 

 

 

 

Popayán

Viele Kolumbienreisende fahren von Salento entweder nach Medellín oder Bogotá. Da wir aber über dem Landweg nach Ecuador reisen werden, fuhren wir weiter südlich nach Popayán. Diese Fahrt war zwar nicht mehr so halsbrecherisch wie die Vorherige, doch auch diese verlief nicht ganz glatt. Unterwegs hatten wir einen platten Reifen vorne rechts und der Fahrer musste das Ersatzrad montieren. Das Ersatzrad war leider auch nicht besser und so fuhren wir weiter zu einer Art mobilen Werkstatt am Strassenrand, wo das Loch im Reifen gestopft, neu aufgepumpt und wieder montiert wurde. So dauerte auch diese Fahrt 9 Stunden und wir kamen knapp nach Sonnenuntergang in Popayán an. Vom Busterminal nahmen wir ein Taxi zu unserer Unterkunft. Es hiess übrigens Hotel Krone, ausnahmsweise mal ein vertraut klingender Name in unseren Ohren. Popayán wurde am 13. Januar 1537 von Sebastián de Belalcázar gegründet, der von Quito aus auf dem Weg nach Norden war, um die legendären Goldschätze von Eldorado zu finden. Der Name Popayán soll sich vom Namen des Häuptlings Payán herleiten, dem Oberhaupt der Ureinwohner, die vor der Ankunft der Spanier die Region bewohnten. Unter den Städten Kolumbiens ist Popayán diejenige, in der die meisten späteren kolumbianischen Präsidenten geboren wurden. Während der Karwoche 1983, erlitt Popayán durch ein Erdbeben bedeutende Zerstörungen mit Hunderte von Toten. Popayán wird auch als die «weisse Stadt» bezeichnet. Damit wir mehr von der Geschichte Popayáns erfahren konnten, schlossen wir uns einmal mehr einer Free Walking Tour an. Rund 1.5 Stunden dauerte die Führung durch die Stadt und war sehr informativ. Auf dem Hügel Morro del Tulcan hat man eine wunderbare Aussicht auf die Altstadt und wir konnten dort ein wenig dem hektischen Treiben auf den Strassen entfliehen. Für den Abend verabredeten wir uns spontan mit Sebastian und Alexandra aus Basel zum Abendessen. Es war ein schöner Zufall, denn kurz nachdem wir uns auf der Fahrt nach Armenia kennen lernten, trennten sich unsere Wege auch cshon wieder. Für die beiden geht die Reise dann in Bolivien und Peru weiter, wer weiss, vielleicht trifft man sich noch einmal?

 

 

 

 

 

 

Ipiales

Während der 9 stündigen Fahrt nach Ipiales passierten wir einen Teil der Strecke der berühmten Panamericana. Ipiales ist eigentlich kein Besuch wert, doch weshalb es uns hier hin verschlagen hat, war zum einen die Nähe zur Grenze nach Ecuador und zum anderen eine wunderschöne Kirche in einer Schlucht im kleinen Örtchen Las Lajas. Damit wir für die Besichtigung genügend Zeit hatten, entschieden wir uns hier für 2 Nächte im Hotel Damasco niederzulassen. Mit dem Taxi fuhren wir für COP 10'000 (ca. CHF 3.30) die rund 15 minütige Fahrt nach Las Lajas. Es war Sonntag und Besucher von überall her in Kolumbien, aber auch aus Ecuador strömten nach Las Lajas und dementsprechend war viel los. Uns störte das nicht gross, die ganze Zeremonie in und um Las Lajas wirkte daher umso authentischer. Das Santuario de Nuestra Señora de las Lajas (deutsch Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von Las Lajas) ist eine katholische Basilica minor, die zu Ehren der Nuestra Señora de las Lajas erbaut wurde. Unterhalb der Kirchenmauern befindet sich ein kleines Museum, das die Entstehung dieses Bauwers erzählt. Der Eintritt kostet COP 3000 (ca. CHF 1.00) pro Person. Auf dem Rückweg kauften wir uns kleine Snacks für weniger als CHF 1.00 und einen leckeren frisch gepressten Orangensaft. Zurück ging es mit dem Colectivo das COP 10'000 (ca. CHF 3.30) für insgesamt 4 Persoen kostete.

 

 

 

Fazit

Kolumbien wirbt zurecht mit dem Slogan "the only risk is wanting to stay". Uns ergeht es momentan genauso, denn mit all den lieb gewonnenen freundlichen Menschen, der teilweise sehr spektakulären Natur und dem Wissen im Hinterkopf, dass es noch so viel mehr zu sehen gibt, müssen wir uns nun verabschieden. Unsere Reise setzen wir im Nachbarland Ecuador fort und sind schon sehr gespannt, was uns alles erwarten wird.

 

Video Kolumbien

 

 

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