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Grossstadtdschungel Singapur

Singapur, die vielleicht grünste Stadt der Welt hat uns gleich von Anfang an verzaubert. Kein Wunder, denn hier trifft Geschichte auf Modernität und das Ergebnis: eine bunt zusammengesetzte Bevölkerung, eine noch vielfältigere Kultur und eine Vielzahl an beachtlichen Bauwerken.


Ankunft

Am Donnerstag Abend um 21:15 Uhr sind wir am internationalen Airport Changi in Singapur angekommen. Obwohl wir bei der Ausreise aus Sri Lanka noch darauf hingewiesen worden sind, dass uns eventuell die Einreise in Singapur verweigert werden kann weil wir über kein Weiterreise Ticket verfügen, verlief die Einreise problemlos. Da es schon ziemlich spät war, entschieden wir uns für den etwas teureren Flughafenshuttle und zahlten 9 SGD pro Person. Dafür wurden wir direkt vor unserer Unterkunft abgeladen. Beim Aussteigen verschlug es uns fast den Atem. Unsere Unterkunft, The Port Hostel @ Singapore River lag direkt am Boot Quay mit Blick auf die Skyline und das berühmte Marina Bay Sands Hotel. Das Hostel selber ist ein sehr modernes Kapselhostel mit Einzel- oder Doppelbetten und Gemeinschaftsräumen. Es war das erste Mal, das wir in einem Kapselhostel übernachtet hatten und insgesamt gesehen war es eine gute Entscheidung, wenn man das Preis- Leistungsverhältnis anschaut. Ja, Singapur ist eine teure Stadt!


Colonial District und Marina Bay

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg und besichtigten den Colonial District und die Marina Bay, welche früher Sitz der britischen Machthaber waren. Der Mix aus denkmalgeschützten Bauten und futuristischen Wolkenkratzern ist extrem gut gelungen. Ein Muss in Singapur: Die Gardens by the Bay. Hier findet man die berühmten "Supertrees" und zwei gigantische Gewächshäuser, der "Flower Dome" und der "Cloud Forest". Für die beiden Gewächshäuser zahlt man einen Eintritt von 28 SGD pro Person. Wenn man möchte, kann man für 6 SGD zusätzlich auch den "OCBC Skyway" mitbuchen, ein Spaziergang zwischen zwei der Supertrees. Auf dem Weg zu den Gardens by the Bay überquerten wir die futuristische Helix Bridge, welche die Esplanade Promenade mit dem Marina Bay Sands Komplex verbindet. Dort findet man ein Kunstmuseum, eine riesige Shopping Mall und natürlich den Eingang zum Marina Bay Sands Hotel. Zu gerne hätten wir da eine Nacht verbracht und vom berühmten Infinitypool aus die Skyline betrachtet, aber unser Budget liess dies leider nicht zu. Man kann die Aussicht auf dem Dach vom MBS aber trotzdem geniessen indem man ein Ticket für das Skydeck kauft oder sich einen Drink in der Bar auf dem Dach genehmigt. Wir entschieden uns für den Drink. In der Eingangshalle vom Tower 3 zahlt man 20 SGD Eintritt pro Person, bekommt dafür aber ein Coupon, welchen man gegen einen Cocktail oder Drink eintauschen kann. Die Rooftop Bar befindet sich im 57. Stock. Die Aussicht ist wirklich spektakulär, doch leider war die Freude nur von kurzer Dauer, denn nach ca. 10 Minuten auf dem Dach zog ein heftiges Gewitter auf und wir mussten unsere Sitze nach Drinnen verlegen. Als sich das Wetter etwas beruhigte, stiegen wir wieder hinab um zu den Gardens zu gelangen. Im Flower Dome findet man eine ganze Sammlung von Blumen und Pflanzen aus der ganzen Welt und einige wunderliche Skulpturen. Der tropische Cloud Forest ist noch etwas beindruckender und beherbergt sogar einen Wasserfall. Zur Abenddämmerung wollten wir unbedingt zu den Supertrees, denn ab 19:45 Uhr leuchten und blinken die Supertrees im Rahmen der spektakulären Show Garden Rhapsody. Auf dem Heimweg mussten wir gleiche mehrere Stopps einlegen. Zum einen weil die Beine langsam schwerer wurden und zum anderen für Fotos, da die ganze Stadt in der Nacht wunderschön beleuchtet wird und noch fast schöner aussieht, als den Tag durch. Zudem liefen wir an einem der vielen Hawker Center vorbei, dem Gordon's Bay und da ein langer Tag auch sehr hungrig macht, mussten wir da einfach noch etwas Essen gehen. Hawker Center oder auch Foodcourts sind im Prinzip einfache Strassenstände, an denen man sich die verschiedensten kulinarischen Köstlichkeiten gönnen kann und in den meisten Fällen sind diese Stände auch um einiges günstiger als Restaurants.



Little India und Kampong Glam

Zu Singapur gehört auch eine Besichtigung der Stadtteile Little India und Kampong Glam dazu. Mit der U-Bahn kamen wir ganz bequem dahin. In Little India sieht es tatsächlich ein wenig nach Indien aus, ausser das Sauberkeit und Ordnung auf den Strassen herrscht. In Little India befindet sich auch ein schöner und sehr bunter hinduistischer Tempel, der Sri Veeramakaliamman Temple. Er ist der Göttin Kali gewidmet. Wahrscheinlich erwischten wir genau den Zeitpunkt während einer von vier täglichen puja- (Gebete) Sitzungen, denn viele Inder brachten Opfergaben in Form von Früchten mit und die Zeremonie wurde mit lauten Trommelschlägen begleitet. Nicht weit entfernt von Little India erstreckt sich die Kampong Glam, Singapurs muslimisches Viertel. Hier befindet sich die wie aus 1001 Nacht wirkende Moschee, die grösste in Singapur. Interessanterweise war es ein irischer Architekt, welcher die jetzige Form der Moschee entworfen hat. Am Abend wollten wir die Supertrees nochmals bei Nacht sehen, diesmal aber von weiter weg. Auf dem Rückweg vom Vortag haben wir einen idealen Aussichtspunkt ausgemacht, von wo aus wir die Show nochmals von einer anderen Perspektive sehen können.



Chinatown

Nach zwei Tagen mit jeweils weit über 20'000 gelaufenen Schritten machten sich die schweren Beine doch ein wenig bemerkbar und so entschlossen wir uns Tickets für den ultra touristischen, dafür aber bequemen Hop on Hop off Sightseeing Bus zu kaufen. Der Vorteil: man sieht mehr von der Stadt und es ist bequem, der Nachteil: man sieht halt alles nur oberflächlich aus dem Bus. Aus diesem Grund stiegen wir dann in Chinatown aus und schlenderten durch die Gassen. Links und rechts werden an den Ständen Spezialitäten aus China verkauft, aus den Küchen liegt der Duft von frittierten Lebensmitteln in der Luft und aus den Lautsprechern hört man Volksmusik aus China. Zur Erfrischung kauften wir uns zwei frische Kokosnüsse für je 1 S$. Nach der Besichtigung von Chinatown und seinem geschäftigen Treiben stiegen wir wieder in den Hop on Hop Off und liessen uns durch die Stadt chauffieren. Da es uns in Kampong Glam so gut gefiel, stiegen wir in der Nähe aus und streiften nochmals durch die Gassen, leider nur sehr kurz, denn zum zweiten Mal innerhalb der drei Tage entleerte sich ein heftiger Wolkenbruch über die Stadt und machte uns einen Strich durch die Rechnung. Da die Busse oben nicht gedeckt sind, fiel auch die Fahrt mit dem Bus buchstäblich ins Wasser und so flüchteten wir in eine der unzähligen Malls von Singapur. Gegen Einbruch der Dunkelheit hörte der Regen auf und zum letzten Mal assen wir nochmals etwas von den Food Courts. Den Abend liessen wir an der Marina Bay ausklingen und bestaunten nochmals die lichterfrohe Stadt. Ach ja, eigentlich wollten wir noch unbedingt ein Foto vom Merlion schiessen, aber leider wird dieser gerade restauriert und war gut verpackt fast nicht zu sehen. Zurück im Hostel packten wir schon mal unsere Backpacks vor, damit wir dann am nächsten Morgen noch gemütlich frühstücken können bevor die Reise weitergeht nach Melaka in Malaysia. Singapur war definitiv ein Besuch wert und wir würden jederzeit wieder hier her kommen.




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