Ein Paradies mitten im Pazifik

September 9, 2018

Das Pärchen aus Australien hatte so von ihrer bevorstehenden Reise zu den Galapagos Inseln geschwärmt, dass es uns auch gleich gepackt hatte und das obwohl die Fahrt von der ecuadorianischen Grenze bis zum Busterminal von Tulcán gerade mal knapp 5 Minuten dauerte. Okay zugegeben, wir hatten natürlich schon vorher den einen oder anderen Gedanken daran verschwendet, jedoch hielten uns hauptsächlich die enorm hohen Kosten von einer Reise ins Naturparadies weit draussen auf dem pazifischen Ozean davon ab. Gerade als Backpacker auf einer Langzeitreise spielen die Kosten einen entscheidenden Faktor. Der Durchschnittspreis für eine 5 Tägige Cruise auf einem Boot bewegt sich schnell mal zwischen Fr. 2‘000.00 und Fr. 3‘000.00 pro Person und dabei sollte man beachten, das alleine für die An- bzw. Abreise fast ein ganzer Tag drauf geht. Geld mit dem wir locker 2-3 Monate auf dem Festland reisen könnten. Doch die Verlockung war riesig und die Tatsache, dass wir wahrscheinlich nie wieder so nahe an den Inseln sein werden, liess uns aktiv werden. Wir durchforsteten das Internet und liessen uns Angebote zu mailen. Doch egal wie wir rechneten, die Kosten sprengten unser Budget jedes Mal. Wir sagten uns schlussendlich: "Hey wieso nicht einfach auf eigene Faust machen?“ Denn sehr viele Attraktionen auf den Galapagos Inseln sind kostenlos und dazu braucht es auch keinen Guide. Wir entschlossen uns zu einem Islandhopping auf 3 der 4 bewohnten Inseln. Die Vorteile gegenüber einem Boatcruise liegen auf der Hand. Kosten für Guide und Trinkgelder entfallen, die Bewegungsfreiheit auf dem Land ist viel grösser und wir sind flexibel in der Planung und müssen keinem vorgegebenen Programm folgen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: So profitiert auch die lokale Bevölkerung auf den Inseln vom Tourismus. Denn wusstest du, dass 61% der Einnahmen aus dem Tourismus auf den Galapagos Inseln in die Taschen der Behörden wandern, 33% verdienen die Anbieter der Cruises, meist Ausländer oder Leute vom Festland und nur gerade 6% vom Kuchen geht an die lokale Bevölkerung, welche aber die Hauptlast des Tourismus trägt?!

Unser Plan sah folgendermassen aus: Anflug von Quito über Guayaquil nach Santa Cruz - Isabela - San Cristobál und wieder über Guayaquil retour nach Quito. 

 

 

 

Die Flüge buchten wir zwei Tage vorher übers Internet bei TAME, einer ecuadorianischen Fluggesellschaft. Wahrscheinlich bekommt man  einen besseren Preis, wenn man den genauen Reisetermin weiss und früh genug bucht. Spontanität hat eben seinen Preis. Anschliessend buchten wir im Internet die Unterkünfte auf den jeweiligen Inseln und schneiderten uns unser eigenes Reiseprogramm zusammen. 

 

Um 06:00 Uhr holte uns das Taxi vor dem Hostel ab und brachte uns zum internationalen Flughafen von Quito. Dort wurden gleich mal die ersten 20 Dollar pro Person abkassiert. Jeder Galapagos Reisende muss sich mit einer TCT Karte (Transit Control Card) ausweisen können, welche direkt am Flughafen ausgestellt wird. Mehr Infos auf http://www.gobiernogalapagos.gob.ec/step-by-step-tct-online/. Anschliessend geht es zur Gepäckkontrolle, den die Einfuhr von Lebensmittel, Pflanzen oder Tieren ist strengstens verboten. Das Gepäck wird anschliessend plombiert und erst dann geht es zum Check-In wo der Boarding Pass ausgestellt wird. Mit einer Stunde Verspätung hoben wir dann ab und flogen erstmal über die Anden nach Guayaquil. Einige Passagiere stiegen aus, einige stiegen neu zu und wir durften sitzen bleiben bis das Flugzeug erneut abhob. Nach rund Dreieinviertel Stunden sind wir in Baltra gelandet. Dort wurden die nächsten 100 Dollar pro Person fällig, nämlich die Galapagos Nationalpark Eintrittsgebühr. Anschliessend mussten wir für 5 Dollar pro Person ein Busticket kaufen, der uns den 10 Minütigen Weg vom Flughafen zum Pier chauffierte. Mit einer kleinen Personenfähre ging es über den Kanal zur Insel Santa Cruz und für diesen Service bezahlten wir je 1 Dollar. Entweder man nimmt von da einen Bus bis ins Zentrum von Puerto Ayora oder wenn es eilt, ein Taxi. Wir hatten Zeit und entschieden uns für den Bus, welcher wiederum 5 Dollar pro Person kostete. Den restlichen Weg bis zu unserer Unterkunft, The White House wo wir 3 Nächte verbrachten, schafften wir dann zu Fuss. 

 

Puerto Ayora (Isla Santa Cruz)

Um einen umfassenden Einblick in das einzigartige Archipel zu erhalten, besuchten wir als erstes die Charles Darwin Research Station, benannt nach dem Entdecker und Erforscher der Inseln. Ein schön angelegter Weg führte durch Kakteen und andere einheimische Pflanzen und immer wieder kann man sich an verschiedenen dafür vorgesehenen Orten über Flora und Fauna informieren. Der Weg führte vorbei an der Aufzuchtstation der Galapagos Riesenschildkröten. Unglaublich, dass aus den relativ kleinen Eiern einmal riesige ausgewachsene Riesenschildkröten heranwachsen können. Galapagos Riesenschildkröten werden zwischen 50 und 170 Jahre alt, wiegen 300-400 Kilogramm und erreichen eine Grösse bis zu 110 cm. Die Geschlechtsreife erlangen sie zwischen 20 und 30 Jahren und legen dabei jährlich zwischen 4 - 17 Eier ab. Früher wurden die Tiere gejagt und gegessen oder es wurde Öl für die Öl-Lampen hergestellt und so wurden sie fast ausgerottet. Früher existierten mal 14 Unterarten der Galapagos Riesenschildkröte, wovon mittlerweile 4 ganz ausgestorben und weitere vom Aussterben stark bedroht sind. Heutzutage sind die grössten Bedrohungen vor allem eingeschleppte Tierarten wie die Ratte, welche der eigenständigen Vermehrung der Tiere zu schaffen macht. Die Charles Darwin Research Station war insgesamt sehr interessant und informativ. Wir spazierten anschliessend den sandigen Weg entlang zum Strand und begegneten dabei einer ganzen Menge von Meerechsen, welche nebeneinander und übereinander in der Sonne lagen und schliefen, oder es zumindest versuchten. Kommt man ihnen etwas zu nahe fangen sie an zu niesen und schleudern ihren Speichel durch die Luft. Am Strand angekommen, fielen uns sofort die schwarzen Lavasteine auf, auf welchen wiederum duzende, sehr farbige, meist jedoch rötlich gefärbte Klippenkrabben herumlagen. Sobald wir uns ihnen näherten, huschten sie in die Felsspalten und versteckten sich. Über unseren Köpfen kreisten Pelikane und Fregatten auf der Suche nach Fischen. Wir sassen im Sand, genossen die Stille, das zirpen der Vögel, das rauschen des Windes. Wir liessen es einfach auf uns einwirken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühmorgens machten wir uns aus den Federn auf, um die Insel zu erkunden. Zuerst schlenderten wir durch das noch verschlafene Städtchen Puerto Ayora zum Pier, von da ging es weiter zur Laguna Ninfas. Manchmal, wenn man Glück hat, können hier junge Mantas oder Haie gesichtet werden, doch während unseres Besuchs tummelten sich nur ein paar kleinere Fische im Wasser. Wir liefen weiter zur berühmten Tortuga Bay, von welcher es heisst, den wahrscheinlich schönsten Strand auf dem ganzen Galapagos Archipel zu beherbergen. Am Eingang muss man sich eintragen und erhält eine kurze Instruktion. Danach folgt man einem 2.5 Kilometer langen Weg zum Strand hinunter. Wir benötigten ungefähr 50 Minuten, legten aber einige Pausen und Fotostopps ein. Unterwegs trafen wir auf viele kleine Eidechsen, Vögel und sogar auf eine freilebende Galapagos Riesenschildkröte auf Nahrungssuche. Nicht weniger interessant war auch die Pflanzenwelt. So trafen wir auf viele skurrile Kakteenarten und Bäume, die es irgendwie geschafft haben, ohne Erde auf Lavasteinen zu gedeihen. Wir hörten schon aus der Ferne das rauschen des Meeres und auch die Wolkendecke begann sich zu lichten. Das Licht wurde greller, denn wir näherten uns dem schneeweissen Sand. Dahinter kam das türkisfarbene Meer zum Vorschein. Ach, es war einfach ein wunderbarer Anblick. Der bezaubernde Strand lud förmlich auf einen Spaziergang am Meer entlang ein. Wir spazierten bis zur Lagune am anderen Ende des Strandes. In den Reiseführern steht, man solle sich ein Kajak auslehnen und die Lagune erkunden, doch schnorchelnd macht es in unseren Augen viel mehr Spass. Auch hier trafen wir wieder auf die rabenschwarzen Meerechsen mit dem weissen Kamm über dem Kopf, welche sich in der Sonne wälzten. Hier sollte man jedoch vorsichtig sein und die Absperrungen respektieren, denn dies sind die Brutplätze der Echsen und Meeresschildkröten. Auf dem Rückweg waren wir dann etwas baff. Wir standen knietief im Wasser als plötzlich ein kleiner Riff Hai vor unseren Füssen durchschwamm. Er wiederholte dies einige Male bis er wieder in den Weiten des Meeres verschwand. Aus der Ferne sahen wir etwas Schwarzes im Wasser treiben, wir dachten zuerst an ein Stück Schwemmholz, doch es bewegte sich parallel zum Strand und deshalb konnte es kein Schwemmholz sein. Durch das Zoomobjektiv sahen wir dann, dass es sich um eine ziemlich grosse Meerechse handelte, die einfach so durch die Wellen paddelte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Puerto Villamil (Isla Isabela)

Nach 3 wunderschönen Tagen auf Santa Cruz ging es für uns auf der Isla Isabela weiter, der grössten aller Galapagos Inseln. Wir haben uns am Vortag Tickets für die Fähre von Santa Cruz nach Isabela gekauft. Gezahlt hatten wir 25 Dollar pro Person. Unser Gastgeber vom The White House war so freundlich und hatte uns sogar zum Pier gefahren und noch einige Tipps für Isabela mitgegeben. Vor dem Eingang wurde unser Gepäck nochmals überprüft auf verbotene Lebensmittel. Unsere Äpfel durften wir aber behalten. Auch hier bringt das Wassertaxi die Passagiere auf das Boot. Dieser Service kostete 0.50 Dollar pro Person. Leider hat es in der Nacht noch heftig geregnet und dementsprechend aufgewühlt war die See dann auch. Die Fahrt war sehr unruhig und für einige (schwache) Mägen war es zu viel. Ein kleines Mädchen musste sich gleich mehrmals übergeben. Nach rund 2.5 Stunden auf dem Boot kamen wir im Hafen von Isabela an. Das Wassertaxi holte die Passagiere von Bord und brachte sie an Land. Hier bezahlt man 1 Dollar pro Person. Für Isabela selber wurde ein weiterer Eintritt fällig und wir mussten 10 Dollar pro Person hinblättern. Zu unserer grossen Überraschung wurden wir bereits erwartet. Der Besitzer des Hostal Cielo Azul stand vor dem Eingang und fuhr uns zur Unterkunft. Anscheinend gehörte es zur Gastfreundlichkeit des Besitzers, dass er mit uns anschliessend auch gleich eine kleine Besichtigung durch das wirklich kleine und verschlafene Nest Puerto Villamil gab. Auf Puerto Villamil sind die Preise gleich nochmal etwas höher als bisher, da hier wirklich alles was es zum Leben braucht per Boot auf die Insel gebracht werden muss. Dafür fanden wir hier viel Ruhe, Gelassenheit und noch viel mehr Tiere als zuvor. Schon bei der Ankunft waren uns die vielen Seelöwen aufgefallen, die überall, egal ob Strasse, Gehweg oder Parkbank, herumlagen. Wirklich einen Besuch wert war der schöne Weg von der Laguna Salinas durch das Flamenco Estuary zur Laguna de Flamencos. Hier konnten wir die schönen rosa gefärbten Flamingos bestaunen. Das rosa Gefieder entsteht durch die Wasseraufnahme und des darin enthaltenen Farbstoffes in den Gewässern der Lagunen. Aber nicht nur Flamingos konnten wir beobachten, auch die schwarzen Meerechsen lagen auf dem Gehweg oder schwammen im Wasser, sowie diverse Enten- und Vogelarten. Kurz vor der Laguna de Flamencos befindet sich das «Arnaldo Tupiza-Chamaidan» Giant Tortoise Breeding Center, welches kostenlos besichtigt werden kann. Hier werden die Riesenschildkröten aufgezogen bis zur Geschlechtsreife und dann in die Wildnis entlassen. Man schreibt sich am Eingang ein und darf dann soviel Zeit verbringen wie man möchte. Auf dem Rückweg liefen wir Richtung Strand und fanden unzählige der rotgefärbten Krabben vor. Am Strand konnten wir sogar beobachten wie sich ein gestrandeter Stachelrochen wieder zurück in die Wellen kämpfte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer lohnender Besuch statteten wir der Concha Perla ab. Die Lagune mit vorgelagertem Riff eignet sich bestens zum Schnorcheln. Schnorchel und Maske konnten wir gegen eine Gebühr von 3 Dollar für den ganzen Nachmittag auslehnen. Die Seelöwen hielten gerade Siesta und lagen faul herum, dafür tummelten sich ganze Schwärme von Baby-Barracudas und einige Mantas in der Lagune und hie und da liess sich auch eine Meeresschildkröte mal kurz blicken. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit dem Beobachten und Fotografieren von Eidechsen, Landleguanen und Seelöwen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da die Tage verstrichen wie im Flug, war es bald an der Zeit an die Weiterreise nach San Cristobál zu denken. Stichwort Flug, per Zufall hörten wir von Flügen in Kleinflugzeugen über die Galapagos Inseln und die Entscheidung zwischen dem ganzen Tag auf dem Boot oder ein kurzer Flug im Kleinflugzeug fiel uns dann auch sehr einfach. Wir zahlten zwar 145 Dollar pro Person, doch das Erlebnis während den rund 45 Minuten in der Luft entschädigte für alles. Das Archipel auch aus der Vogelperspektive bestaunen zu dürfen war einfach unglaublich. Für uns ging mit diesem Flug in einem Kleinflugzeug gleich nochmals ein kleiner Traum in Erfüllung.

 

 

Puerto Baquerizo (Isla San Cristobál)

Im Gegensatz zu den anderen beiden Inseln präsentierte sich Puerto Baquerizo sehr modern und aufgeräumt. Am Flughafen wurden wir freundlich von unserem Gastgeber empfangen. Zusammen fuhren wir zur Unterkunft Hostal Palma del Mar 2. Auch auf San Cristobál gab es einiges zu machen, aber eines wollten wir unbedingt: Eine Tour zum «Kicker Rock», oder auf Spanisch: «Leon Dormido», da der Felsen mitten im Ozean wie ein schlafender Seelöwe aussieht. Wir klapperten die Tour Veranstalter in der Stadt ab und hatten Pech und Glück zugleich. Die Tour welche wir eigentlich machen wollten, war ausverkauft, das heisst, es hatte nur noch Platz für eine Person. Wir hatten aber Glück, dass es überhaupt noch ein Tour gab, an der wir teilnehmen konnten während unseres Aufenthaltes. Bei Sharksky buchten wir die «Kicker-Rock Tour», welche auch einen Ausflug zum Puerto Grande beinhaltete. Schnorchel Ausrüstung inklusive Neoprenanzug sowie, Lunch und einen Guide waren ebenfalls im Preis enthalten. Wir hatten dafür 110 Dollar pro Person bezahlt. Ja, auf Galapagos ist nichts günstig. Aber der Ausflug hat sich gelohnt und wie! Vor dem Felsen sprangen wir ins kalte Wasser, nichts ahnend was uns alles erwartete. An der Felswand hatten sich wunderschöne Korallen gebildet, welche metertief ins Wasser hinunterwuchsen. Zwischen diesen Korallen ging es sehr lebhaft zu und her. Unzählige farbige Fische von klein bis gross tummelten sich hier und je weiter wir schnorchelten, desto tiefer und dunkler wurde das Wasser. Zuerst sahen wir nur eine Meeresschildkröte im Wasser schwimmen, doch dann wurden es immer mehr. So nah konnten wir noch nie Schildkröten bestaunen, hätten wir die Hände ausgestreckt, hätten wir sie bestimmt berühren können. Wir schwammen durch die zwei Felsen hindurch und hofften insgeheim auf Hammerhaie zu treffen, denn am Vortag wurde anscheinend ein grosser Schwarm Hammerhaie an dieser Stelle gesichtet und sogar ein Orca Wal. Die Strömung war ziemlich stark und wir mussten all unsere Kraft aufbringen um nicht an die Wand gedrückt zu werden. Die Sicht wurde schlechter und das Wasser wurde dunkler, es kam ein etwas unheimliches Gefühl in uns hoch. Was wenn auf einmal Haie aus der Tiefe auftauchen würden? Wir sahen grosse Fischschwärme in der Tiefe, ideale Jagdbedingungen für Haie oder? Doch wir sahen keine Haie und dann waren wir etwas enttäuscht. Das wäre doch nochmal ein Highlight gewesen, schnorcheln mit den Beschützern der Meere. Durchgefroren aber überglücklich legten wir uns aufs Sonnendeck und wärmten uns an der Sonne auf. Anschliessend gab es den ersehnten Lunch auf dem Boot, ehe wir wieder zurück nach Puerto Baquerizo fuhren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag machten wir wieder mal eine Erkundungstour zu Fuss. Frühmorgens spazierten wir zum Playa Mann und beobachteten die Seelöwen beim Sonnenbaden. Anschliessend liefen wir weiter zum nicht weit entfernten Centro de Interpretación, welches sehr informativ war uns sowohl etwas über die Geschichte und Entwicklung der Galapagos Inseln erzählte, als auch etwas über den Blick in die Zukunft. Zudem befindet sich hier der Eingang zum wunderschönen Naturschutzgebiet Las Tijeretas. Die Wanderwege sind wunderhübsch angelegt und man wandert durch eine wundervolle Kakteenlandschaft. Zudem bieten sich hier schöne Blicke über den Ort Puerto Baquerizo an. Vom höchsten Aussichtspunkt führt ein schmaler unbefestigter Weg zum Playa Baquerizo oder zur Bahia Tijeretas, wo man wunderbar schnorcheln kann. Leider hatten wir keine Maske und keinen Schnorchel und auch mieten geht hier nicht. Wir genossen daher einfach die Ruhe und das Treiben der Natur. Neben uns schlief ganz friedlich ein kleiner Seelöwe und genoss die Ruhe wohl ebenso. Nach einer Weile dann liefen wir weiter und kamen schliesslich zum Playa Punta Carola, wo wir auf eine weitere Seelöwenkolonie stiessen.

 

 

 

 

 

Am Nachmittag schnappten wir uns ein Taxi und fuhren ins Hochland nach Galapaguera de Cerro Colorado. Dort befindet sich eine weitere Aufzuchtstation für Galapagos Riesenschildkröten, doch im Gegensatz zu denen auf den anderen Inseln leben die Schildkröten hier in einer Art Halbfreiheit. Ein schmaler Weg führt durch den schön angelegten Park und immer wieder trifft man auf freilebende Tiere. Teilweise trafen wir sogar richtig grosse Schildkröten an und das war schon sehr spektakulär diesen Tieren so nah ohne Begrenzung zu begegnen. Für die 25 Kilometer lange Strecke pro Weg zahlten wir 20 Dollar. Der Taxifahrer wartete währenddessen auf dem Parkplatz auf uns. Am Abend vor unserer Abreise schlenderten wir ein letztes Mal durch Puerto Baquerizo und gönnten uns zum Abschluss ein leckeres Abendessen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Die Reise zu den Galapagos Inseln war ein Treffer ins Schwarze. Unglaublich welch einzigartiges Paradies die Natur hier geschaffen hat. Doch dieses Paradies ist bedroht durch die stetig wachsende Bevölkerung und der Zunahme an Touristen. Damit das Ökosystem nicht zu sehr belastet wird, haben wir deshalb einige Punkte berücksichtigt, welche wir gerne weitergeben möchten, denn das gilt im Prinzip überall.

 

-          Benutze eine wieder verwendbare Wasserflasche z.B. eine Thermoskanne

-          Sag NEIN zu Strohhalmen und Plastikbesteck

-          Nimm keine Plastiktüten entgegen

-          Verwende anstatt Plastiktüten wieder verwendbare Tragtaschen oder trage einen kleinen Rucksack mit dir

 

Die Entscheidung die Galapagos Inseln auf eigene Faust zu bereisen, haben wir auf keinen Fall bereut. Neben den finanziellen Vorteilen konnten wir genau das machen, auf was wir gerade Lust hatten und wir waren auch meistens alleine.

 

Kostenübersicht 10 Tage Galapagos für zwei Personen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Video Galapagos Islands

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Sri Lankan Chicken Kottu Roti

March 22, 2019

Gebratener Reis mit Ingwer und Thai-Basilikum

February 28, 2019

1/15
Please reload

Das könnte dir auch gefallen:

© 2018 our year of travel. All rights reserved.